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Hamburger Schauspieler wurde 93 Jahre alt
Heinz Lieven (1928 - 2021)
IMAGO / Independent Photo Agency
"Neues vom Süderhof": Heinz Lieven ist tot/IMAGO / Independent Photo Agency

In mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen war er zu sehen, spielte in zahlreichen TV-Klassikern mit und stand noch im hohen Alter vor der Kamera. Nun ist der Hamburger Schauspieler Heinz Lieven im stolzen Alter von 93 Jahren in seiner Geburtsstadt gestorben, wie seine Agentur vermeldet.

Geboren wurde Lieven am 18. April 1928 in Blankenese, das damals noch nicht zu Hamburg gehörte. Mit 20 Jahren begann er 1948 in Hamburg und Berlin seine Ausbildung bei Helmuth Gmelin und Bernhard Minetti als Schauspieler. Zunächst stand er ab den 1950ern auf diversen Theaterbühnen und hatte Engagements in Hamburg, Karlsruhe, Bruchsal, Baden-Baden, Flensburg und Schleswig. Später wirkte er einige Zeit am Schillertheater sowie am Theater der Freien Volksbühne in Berlin, ehe er 1978 für drei Jahre nach Bremen übersiedelte und dort am Niederdeutschen Theater als Regisseur fungierte. 1981 zog es ihn zurück in seine Heimatstadt, wo er in weiteren Theatern gastierte.

Parallel war er von 1961 an in diversen Filmen zu sehen, beispielsweise in  "Das Wunder des Malachias" (1961), "Stalingrad" (1963) und "Das Rätsel von Piskov" (1969). Eine seine ersten Serienrollen hatte er 1971 in  "Hamburg Transit", es folgten Auftritte in  "Bauern, Bonzen und Bomben",  "Ein Fall für Stein" und im  "Tatort". Einen großen künstlerischen Erfolg erreichte er 1980 durch die Hauptrolle im in Cannes uraufgeführten Filmdrama "Ordnung" des iranischen Regisseurs Sohrab Shahid Saless.

Zu größerer Bekanntheit bei Jung und Alt kam Lieven durch die Serie  "Neues vom Süderhof", in der er ab 1995 in den Staffeln drei bis fünf Opa Bernhard (zunächst Heinrich) Brendel an der Seite von Ursula Hinrichs spielte. Zwischen 1996 und 2005 wirkte er zudem in sieben Episoden von  "Adelheid und ihre Mörder" mit. Auch einigen anderen Kultserien stattete er einen oder mehrere Besuche ab:  "OP ruft Dr. Bruckner",  "Der Landarzt",  "Doppelter Einsatz",  "Küstenwache",  "Großstadtrevier" und  "Notruf Hafenkante" sind nur einige davon.

Schon 1977 gab er in  "Gruppenbild mit Dame" von Aleksandar Petrović sein internationales Filmdebüt. Im Oktober 2010 zog er mit 82 Jahren eine Rolle in Paolo Sorrentinos Werk  "Cheyenne - This Must Be the Place" an Land, das er in den USA zusammen mit den Hollywood-Größen Sean Penn und Frances McDormand drehte und mit dem er ein Jahr später erneut auf diversen Filmfestivals gastierte. Ebenfalls Beachtung fand 2015 seine Mitwirkung im Thriller  "Remember", der beim Filmfest in Venedig vorgestellt wurde. Seine letzte Rolle hatte er 2020 im Alter von 92 Jahren in einer Episode der ZDF-Krimiserie  "Solo für Weiss" mit Anna Maria Mühe und Peter Jordan.

Heinz Lieven hinterlässt seine Ehefrau Hertha, mit der er seit 1966 verheiratet war, sowie zwei Söhne: Alexander Lieven, den ehemaligen stellvertretenden Präsidenten der Casino-Gesellschaft in Berlin von 1786, und Claudius Lieven, ehemaliges Mitglied der Hamburger Bürgerschaft.


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Leserkommentare

  • Kaschi schrieb via tvforen.de am 07.10.2021, 16.00 Uhr:
    Ja, in dem Trailer ist mir das auch aufgefallen. Beim Ansehen der DVD weniger. Der Zuschlagende in der Szene ist übrigens der besagte Bauer Banz alias Heinz Lieven.
  • Kaschi schrieb via tvforen.de am 04.10.2021, 22.32 Uhr:
    In "Bauern, Bonzen und Bomben" spielte Heinz Lieven den Bauer Banz: ungelenk, aber voller Wut auf "die aus der Stadt". Sehr genau getroffener Charakter!
    Hier im Trailer ab 1:08 zu sehen:

    Im übrigen eine eindrucksvolle Verfilmung von Falladas gleichnamigem Roman, der die Ränke und Intrigen in einer fiktiven norddeutschen Kleinstadt ("Altholm") in Zeiten der Weltwirtschaftskrise zum Thema hat. Ganz zum Schluss muss der engagierte, aber auch nicht ganz sauber agierende sozialdemokratische Bürgermeister gehen. Als er am Bahnhof in den Zug steigt, kommt eine Gruppierung der SA in der Stadt an ...
  • chrisquito schrieb via tvforen.de am 04.10.2021, 22.46 Uhr:
    das Buch habe ich gelesen, die Verfilmung ist an mir vorbeigegangen, sieht eigentlich interessant aus, aber der Knüppel auf den Kopf wirkt doch sehr gestellt