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Isi Glück, Partyschlager-Star und DSDS-Jurorin: "Das Publikum spürt schnell, wenn man nicht wirklich dahintersteht"

Isi Glück
Isi Glück Summerfield Booking GmbH

TV Wunschliste: Gibt es eigentlich ein Rezept für einen gelungenen Ballermann-Hit? Manche glauben ja, dass es reicht, sich irgendeinen bescheuerten 08/15-Text einfallen zu lassen und dann einfach einen fetten Bassbeat drüberzulegen. Ist es wirklich so simpel?

Isi Glück: Wenn dem so wäre, dann hätte ich jeden Monat einen Hit, aber so einfach ist es eben nicht. Mein letzter großer Hit war 2024 "Oberteil". Letztes Jahr habe ich keinen Hit gelandet. Die Leute erwarten schon, dass man nicht zu stumpf immer nur das Gleiche bringt. Es reicht auch nicht, einfach nur "Schalalalala" zu singen.

Wie entstehen deine Songs und inwieweit bist du in den Entstehungsprozess eingebunden?

Isi Glück: Das ist unterschiedlich. Manchmal wird mir ein Demo geschickt und ich werde gefragt, wie ich das finde. Es gibt aber auch viele Songs, für die wir richtige Sessions gemacht haben. Da war ich dann auch mit dabei. Manchmal habe ich auch eine bestimmte Idee oder ein bestimmtes Wort im Kopf und sage: "Lass uns doch mal was darüber machen." Dann setzen sich Songwriter ran und setzen das um.

Hast du inzwischen ein Gefühl dafür, ob sich ein Song zu einem Hit entwickeln wird?

Isi Glück: Gar nicht [lacht]! Jedes Mal, wenn ich sage: "Das wird ein Überhit", dann wird es kein Hit. Und wenn ich sage: "Das wird nichts", so wie bei "Delfin", dann passiert genau das Gegenteil. Das habe ich wirklich überhaupt nicht kommen sehen. Ich glaube, die Leute erwarten von mir einfach diesen klassischen Malle-Sound. Immer, wenn ich mal was mache, das ein bisschen raus ist aus unserem Genre, dann können die meisten leider nicht so viel damit anfangen. Ich werde trotzdem auch weiterhin immer wieder mal eher untypische Songs rausbringen.

Du hast auch schon Reality-TV-Luft geschnuppert und warst 2024 Teilnehmerin bei  "Kampf der Realitystars". Wie blickst du heute auf diese Erfahrung zurück?

Isi Glück: "Kampf der Realitystars" war tatsächlich eine der geilsten Erfahrungen meines Lebens. Ich hatte da zwei Wochen lang unfassbar viel Spaß in der thailändischen Sonne. Das war einfach lustig und ich habe dort Calvin Kleinen kennengelernt, der mittlerweile einer meiner besten Freunde geworden ist. Und es hat auch viel in Sachen Bekanntheit gebracht. Es gucken so viele Menschen Reality-TV und bis heute sprechen mich Leute noch darauf an. Ich bereue nicht, dass ich das gemacht habe.

Also könntest du dir vorstellen, noch mal in so einer Sendung mitzumachen?

Isi Glück: Das kommt drauf an. Es gibt nicht mehr so viele richtige Realityformate, in denen ich mich sehen würde.  "Der Bachelor" und alles andere, was mit Dating zu tun hat, fällt bei mir logischerweise sowieso raus.  "Sommerhaus" würden wir nicht machen und  "Temptation Island" auch auf gar keinen Fall.  "Dschungelcamp" würde ich aktuell auch nicht machen, aber sag niemals nie.

Isi Glück bei "Kampf der Realitystars" im Jahr 2024
Isi Glück bei "Kampf der Realitystars" im Jahr 2024 RTL Zwei/Luis Zeno Kuhn

Das verstehe ich gut. Heutzutage wirken in diesen Formaten ja außerdem vor allem professionelle Realitydarsteller mit, die es gezielt darauf anlegen, für Stress zu sorgen. Dich hingegen würde ich als eine Person einschätzen, die kein unnötiges Drama will.

Isi Glück: Genau, darauf habe ich gar keinen Bock. Ich bin auch ein bisschen zart besaitet, was so etwas angeht. Ich fand die Realityformate vor allem früher geil, als noch Sportler, Moderatoren, Musiker, Schauspieler dabei waren, also wirklich Leute, die man von irgendwoher kannte und die dann zusammengemixt wurden. Zu sehen, wie die in dieser Extremsituation miteinander umgehen, das fand ich interessant. Inzwischen gibt es aber eben diese Realitystars - eine eigene Berufsbezeichnung, die es früher gar nicht gab. Und die sind halt oftmals dafür da, um für Stress und Drama zu sorgen. Dann finde ich es aber auch nicht mehr authentisch.

Du hast vor Kurzem deinen YouTube-Kanal relauncht und damit begonnen, Videos zu veröffentlichen, in denen du zum Beispiel auf einen frühen Auftritt von dir bei  "Verstehen Sie Spaß?" reagierst oder deine persönlichen Lieblingssongs vorstellst. Wie kamst du auf die Idee?

Isi Glück: Ich hatte schon länger Lust darauf, mich so richtig mit gutem Equipment auszustatten und auch mal anderen Content zu machen, der eben nichts mit Ballermann und meinen Songs zu tun hat. Jetzt bin ich das einfach mal angegangen, muss mich da aber noch ein bisschen reinfinden. Ich würde auf jeden Fall gerne noch mehr Reaction-Videos machen, auch zur neuen  "DSDS"-Staffel.

Wie gehst du allgemein mit Kritik um? Gerade in sozialen Netzwerken liest man ja nicht nur freundliche Sachen über sich. Kannst du das gut verkraften oder nimmst du dir die Kommentare zu Herzen?

Isi Glück: Früher hat mich das schon belastet, aber heutzutage zum Glück nicht mehr. Bei mir selbst in meiner Ballermann-Bubble kommen auch eigentlich kaum richtige Hater-Kommentare mehr. Und wenn mich jemand beleidigt, dann blockiere ich die Person und lösche das auch. "DSDS" bzw. RTL ist jetzt natürlich nochmal eine ganz andere Zielgruppe, wo schon einige, bezogen auf mich, geschrieben haben: "Wer ist das? Kenne ich nicht. Was will die da? Ballermann brauchen wir nicht" und so weiter. Aber das berührt mich nicht, es belustigt mich. Ich habe auch schon ein Video aufgenommen und vorbereitet, in dem ich Hater-Kommentare als Ballermann-Song singe [lacht].

Der Start der Malle-Saison steht kurz bevor. Auf was können sich deine Fans freuen?

Isi Glück: Die meisten Künstler sparen sich ihre stärksten Songs immer zum Opening auf. Und auch ich habe natürlich noch neue Songs in der Pipeline, die bald rauskommen werden. Also die Sachen, von denen ich denke, dass sie richtig knallen könnten!

Letztes Jahr im November hast du dein erstes großes Solo-Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle gegeben. Ist da eine Fortsetzung geplant oder gar eine Tour?

Isi Glück: In diesem Jahr erst mal nicht. Ich habe nämlich gelernt, dass man das anders angehen muss. Für mein erstes Konzert habe ich mir nicht genug Zeit genommen, weil ich gedacht habe, dass ich das mal so nebenbei machen kann. Für ein nächstes Konzert oder eine Tour würde ich mich auf jeden Fall drei Monate komplett rausnehmen und keine anderen Auftritte machen, damit ich alles in Ruhe planen kann und auch die Leute nicht übersättigt sind. Denn die sehen mich jetzt zwei-, dreimal die Woche umsonst auf Mallorca und fragen sich dann vielleicht auch: "Warum sollte ich mir ein Ticket kaufen für 50 Euro?" Es war schwer im Vorfeld zu vermitteln, dass sie auf meinem großen Konzert viel mehr geboten bekommen als bei einem regulären Auftritt von mir.

Wie blickst du generell in die Zukunft? Machst du dir Gedanken darüber, wie lange du noch auf der Bühne stehen willst?

Isi Glück: Nee, ich mache mir darüber eigentlich keine Gedanken. Ich sage immer: Alles kommt so, wie es kommen soll. Und solange ich Spaß habe, werde ich das einfach noch weitermachen. Und dann schauen wir mal, wohin das führt, wie lange das noch geht, und was noch links und rechts nebenbei kommt. Dass ich bei "DSDS" sitze, habe ich ja auch nie aktiv angestrebt, sondern es hat sich ergeben. Und vielleicht ergeben sich auch noch einige andere Sachen, die man jetzt noch gar nicht auf dem Schirm hat.

Ich hoffe, dass du uns noch lange auf der Bühne erhalten bleibst, und bedanke mich für das sympathische Gespräch! Alles Gute für die Zukunft!

Die neue Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" mit Isi Glück als Teil der Jury ist ab dem 4. April immer samstags und dienstags um 20.15 Uhr bei RTL zu sehen. Auf RTL+ werden die ersten beiden Casting-Folgen auf einen Schlag am 4. April veröffentlicht. In der ARD Mediathek ist außerdem eine ausführliche Dokumentation über Isi Glück aus der Reihe  "Money Maker" zu sehen: "Isi Glück - Reich durch Ballermann-Musik"



 

Über den Autor

Glenn Riedmeier ist seit Anfang 2013 als Journalist bei TV Wunschliste tätig und dort vorrangig für den nationalen Bereich zuständig. Er schreibt News rund um das aktuelle Fernsehgeschehen und verfasst Kritiken, vor allem zu relevanten Starts aus der TV-Unterhaltung. Darüber hinaus führt er Interviews mit bekannten TV-Persönlichkeiten. Unter anderem sprach er bereits mit Bastian Pastewka, Jürgen Domian, Stephanie Stumph, Fritz Egner, Jochen Bendel, Beatrice Egli, Collien Ulmen-Fernandes, Carolin Kebekus und Torsten Sträter. Des Weiteren verfasst er zu besonderen Anlässen wie Jubiläen von TV-Sendern oder -Formaten ausführliche Rückblicke und Specials - aus einem nostalgischen und zugleich kritisch-informierten Blickwinkel.

Schon seit frühester Kindheit war der 1985 geborene Münchner vom Fernsehen fasziniert. Am Wochenende stand er freiwillig früh auf, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Seine Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben. Darüber hinaus begeistert er sich für Gameshows wie "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!" und ist mit hoher Expertise gleichzeitig Fan und kritischer Beobachter der deutschen Schlagerwelt. Auch für Realityformate wie "Big Brother" und "Die Verräter" hat er eine Ader - auf rein krawalliges Trash-TV kann er dagegen verzichten. Im Comedy-Bereich begeistert er sich vor allem für Sitcoms, Stand-up-Comedy und Late-Night und hält diesbezüglich auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den USA offen.

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