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Seit 40 Jahren auch deutsche Fernsehhelden: Mr. Spock (Leonard Nimoy, l.), Captain Kirk (William Shatner, 2.v.l.), Dr. McCoy (DeForest Kelley, 2.v.r.) und Scotty (James Doohan, r.)
Seit 40 Jahren auch deutsche Fernsehhelden: Mr. Spock (Leonard Nimoy, l.), Captain Kirk (William Shatner, 2.v.l.), Dr. McCoy (DeForest Kelley, 2.v.r.) und Scotty (James Doohan, r.)


Zahlreiche, neue Enterprise-Fans fanden sich trotzdem. Mit Protesten setzten sie sogar durch, dass das ZDF 1973 noch einmal 13 weitere Episoden nachlegte. Doch danach war Schluss. Lediglich die Fernsehzeitschrift Gong erkannte das Potential und druckte immerhin zehn ungesendete Folgen als Fotoromane ab. Wiederholungen? In den ersten Jahren Fehlanzeige. Immerhin bei ORF und SRG hatte die Enterprise ein neues Zuhause. 1979 ging dann auch in Deutschland das erste Kinoabenteuer "Star Trek - Der Film" an den Start. Das Problem dabei: Leider kannte in Deutschland damals praktisch keiner den Originaltitel des "Raumschiffs Enterprise". Zahlreiche Vorab-Verrisse taten ihr übriges und der Film verschwand hierzulande sehr schnell wieder aus den Lichtspielhäusern. Auch bei "Star Trek II" und "Star Trek III", die in den USA diverse Kassenrekorde brachen, lief es in Deutschland nicht besser.

Erst der vierte Film aus dem Jahr 1986 wurde zum Erfolg und lief als "Zurück in die Gegenwart" mit dem Untertitel "Star Trek IV". Dass man sich bei dieser Titelvergabe an "Zurück in die Zukunft" orientiert hatte, ist unbestritten. In dieser Zeit nahm  "Star Trek" als Kultphänomen auch endlich in Deutschland Fahrt auf. 1987 hatte Sat.1 dann sogar Erbarmen mit den Fans und ließ die restlichen Episoden der Originalserie synchronisieren - alle außer "Schablonen der Gewalt", die dank ihrer Nazi-Thematik erst 1996 in Deutschland auf VHS erschien und schließlich im November 2011 von zdf_neo zum ersten Mal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Generell wurde Sat.1 Ende der 80er für längere Zeit zum Trekkie-Haussender, zeigte zahlreiche Wiederholungen der Originalserie und strahlte ab 1993 schließlich sogar  "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" vollständig aus - nachdem das ZDF auch hier die Fans mit unregelmäßigen Sendeterminen hatte hängen lassen. Durch diese Wiederholungsschleifen im Nachmittagsprogramm der 90er Jahre, die auch  "Star Trek - Deep Space Nine"" und  "Star Trek - Raumschiff Voyager" beinhalteten, baute die Sternenflotte ihr Fanpublikum in Deutschland endgültig aus. 30 Jahre nach dem Start in den USA war "Star Trek" endlich auch bei uns etabliert und mit der Fedcon gab es seit 1992 bereits eine jährliche deutsche Convention, zu der Trekkies noch heute pilgern.

Alle Sternenflottenoffiziere, die heute ihre DVD-Boxen im Regal präsentieren, mit ihren Modellen spielen und in ihre eigenen Uniformen schlüpfen sollten nie vergessen, wie schwer Kirk, Spock und McCoy es einst hierzulande hatten. An diesem 27. Mai 2012 sollte es die Freude über 40 Jahre "Star Trek" in Deutschland nur noch größer machen.


Anmerkung: Zahlreiche, unentbehrliche Informationen wurden dem zweiten Band der Buchreihe "Das Star Trek-Universum" von Ralph Sander entnommen. Sie ist zwar inzwischen vergriffen - Fans, die noch mehr zur Thematik "Star Trek in Deutschland" erfahren möchten, sollten aber dennoch unbedingt zu einem gebrauchten Exemplar greifen.

Ralf Döbele
© Alle Bilder: ZDF und TM & © 2010 CBS


 

Über den Autor

Ralf Döbele ist Jahrgang 1981 und geriet schon in frühester Kindheit in den Bann von "Der Denver-Clan", "Star Trek" und "Aktenzeichen XY…ungelöst". Davon hat er sich als klassisches Fernsehkind auch bis heute nicht wieder erholt. Vor allem US-Serien aus allen sieben Jahrzehnten TV-Geschichte haben es ihm angetan. Zu Ralfs Lieblingen gehören Dramaserien wie "Friday Night Lights" oder "The West Wing" genauso wie die Prime Time Soaps "Melrose Place" und "Falcon Crest", die Comedys "I Love Lucy" und "M*A*S*H" oder das "Law & Order"-Franchise. Aber auch deutsche Kultserien wie "Derrick" oder "Bella Block" finden sich in seinem DVD-Regal, das ständig aus allen Nähten platzt. Ralf ist als freier Redakteur für TV Wunschliste tätig und kümmert sich dabei hauptsächlich um tagesaktuelle News und um Specials über die Geschichte von deutschen und amerikanischen Kultformaten.

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