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TV-Kritiken zur US-Season 2016/17
(02.10.2016)
Worum es geht: In der Serie
Ginny Baker ist 23 Jahre und scheint am Ziel angekommen: Nach langen Jahren harter Arbeit unter Anleitung ihres Vater Bill (selbst Profispieler in der "zweiten Liga"/Minor League gewesen) und dem Umweg über ein "Ausbildungsteam", wurde Ginny nun als erste Spielerin vom Team der San Diego Padres in die Major League of Baseball berufen. Mehr noch, sie hat den verantwortungsvollen Job eines Pitchers ("Werfers") und steht in der Startaufstellung.
Nach einer kurzen Einführung in die glamouröse Welt des Profi-Sports erhalten die Zuschauer einen Blick auf Ginnys Werdegang. Der steht auf drei Säulen: Viel Talent. Ein geradezu besessener Vater als Trainer. Und einen Wurf-Trick, der Ginny dabei hilft, ihre gegenüber den männlichen Spielern unbestreitbaren körperlichen Defizite wett zu machen.
Natürlich gerät Ginnys Auftritt zum Affenzirkus. Ihr erstes Spiel war in Windeseile ausverkauft, das Medieninteresse ist gewaltig und die Bedeutung ihres Auftritt wird mit dem des ersten schwarzen Spielers in der MLB verglichen. Die Manager der Padres erwarten viel. Der Trainer hingegen ist nicht ganz so sicher, ob Ginny und der damit verbundene Trubel um die Mannschaft - selbst im Idealfall - positiv sein kann. Daneben gibt es natürlich ablehnende, machohafte Mannschaftsmitglieder - insbesondere natürlich der Spieler, dessen Posten Ginny nun zumindest zeitweise hat - und generellen Zweifel: immerhin ist die Liga über 100 Jahre ohne weibliche Spieler gewesen. Ginny erhält schließlich eine Abstellkammer als Umkleidekabine.
Was dann folgt, ist ein "moderner Sportfilm": Ginnys erster Auftritt gerät zur Katastrophe, ihre Nerven gehen mit ihr durch und sie verlässt recht zügig freiwillig den Platz. Trotzdem hält die Vereinsführung an ihr fest - denn Ginny fallen zu lassen, wäre auch für sie eine Blamage. Die fünf Tage bis zum nächsten Spiel bieten ein Wechselbad der Gefühle für Ginny, zwischen Selbstzweifel und Durchhaltewillen.
Auch der Auftakt des zweiten Spiels droht katastrophal zu werden - bis ihr der zuvor eher abweisend-gleichgültige Mannschaftskapitän in einer kurzen Auszeit rät, einfach nur für sich selbst zu spielen, nicht, um die Erwartungshaltung der Menschen um sie herum zu erfüllen. Ginny findet zu ihrer eigentlichen Stärke zurück und kann ihr Team auf die Gewinnerstraße bringen.
Doch über der Mannschaft liegt ein Schatten: Der Teambesitzer hat seinen Manager nach verschiedenen Vorkommnissen der letzten Tage angewiesen, seine Fühler nach einem neuen Trainer auszustrecken...
Die Stars: Aufmerksame Zuschauer haben Ginny-Darstellerin Kylie Bunbury schon in der Mini-Serie
Kurzkritik: "Pitch" will ein modernes Sport-Märchen erzählen, mit einer starken feministischen Botschaft. Dazu gehören natürlich auch Widerstände und Rückschläge, Schurken und unscheinbare Helden. Vermutlich umso mehr, als der ausstrahlende US-Sender FOX auch jährlich die Baseball-Play-off-Endspiele ("World Series") ausstrahlt und für die Serie eng mit der Baseballliga MLB zusammengearbeitet hat (echte Vereinsnamen und Originalschauplätze wurden genutzt, FOX-Kommentatoren übernehmen diese Funktion auch in der Serie). Und vordergründig ist das auch gelungen: Ginnys Geschichte im Serienpiloten ist inspirierend. Vielleicht nicht spannend (weil die großen Entwicklungen erwartbar sind), hat aber zahlreiche Herzens-Momente. Auch "Pitch" hatte (wie die andere FOX-Serie,
Hintergründig bleibt vom schönen Schein jedoch nicht viel übrig. Trotz all ihren Leistungen ist Ginny ein enorm einsamer Mensch, eine isolierte junge Frau, die einmal sagt, dass sie keine Freunde hat. Vom unnachgiebigen Willen ihres Vater wurde sie zu Höchstleistungen getrieben. Nicht nur hart war das Training, in einer Sequenz "motiviert" Bill sie, indem er ihren Bruder eine kräftige Ohrfeige gibt, als sie am Ende einer Traingseinheit ausgepowert aufgeben will und sich einen nur halbherzigen Wurf erlaubt. Das fällt schon in den Bereich der Psycho-Folter.
Darüber hinaus ist Ginny der Spielball der - von Männern dominierten - Geschäftswelt. Team-Besitzer und General Manager hegen mit ihr nicht etwa große sportliche Hoffnungen, sondern augenscheinlich finanzielle. Sicher ist die Berufung einer Frau für die Mannschaft - selbst als Ersatz für den zwischenzeitlich verletzten Stammspieler - ein sportliches Risiko (auch wenn Baseball mit seinem Play-Off-Spielen am Saisonende nicht so sehr auf den Ergebnissen in der Saison beruht, ein verlorenes Spiel mehr oder weniger von über 150 Saison-Partien kaum nachhaltige Wirkung hat). Der finanzielle Gewinn durch Publicity, ein ausverkauftes Stadium und vor allem Merchandising überwiegen da gegenüber dem sportlichen Risiko. Und selbst Ginnys fürsorgliche Agentin, die als große, beschützende Schwester auftritt, macht keinen Hehl daraus, dass sie sich vor allem um die junge Frau kümmert, weil sie diese für geschichtsträchtig hält - was entsprechende Einnahmen bedeutet.
Als Hypothek für die Serie kommt die Tatsache hinzu, dass der amerikanische Profi-Sport aktuell nun einmal von zahlreichen Problemen behaftet ist, insbesondere beim Baseball ist Doping ein heißes Thema. Wie kritisch wird das wohl angegangen werden von den beiden Unternehmen - Fox und der MLB - die jährlich auf Millionen und Abermillionen Werbegelder schielen?
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