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TV-Kritiken zur US-Season 2016/17
(02.10.2016)

Worum es geht: Historikerin Lucy Preston hat gerade einen beruflichen Rückschlag erlitten: Ihr wurde eine "wissenschaftliche Festanstellung" ("Tenure") verwehrt. Für sie aus zwei Gründen besonders schmerzhaft: Einerseits führt sie mit ihrer Arbeit das Werk ihrer genialen, mittlerweile invaliden Mutter weiter. Andererseits ist Lucy überzeugt, dass ein enger Freund seinen Einfluss für sie hätte nutzen können, dies aber zu ihrem Unverständnis nicht getan hat.
In dieser Situation wird sie von der NSA zwangsrekrutiert und mit einer aberwitzigen Geschichte konfrontiert: Es gibt eine Zeitmaschine, die von einem wirtschaftlich erfolgreichen Genie mit seiner Firma entwickelt wurde. Diese Zeitmaschine wurde nun von Terroristen entwendet. Lucy (als Fachfrau für Geschichte), ein Soldat und ein Mitarbeiter der Entwicklerfirma sollen in einem Prototyp der Zeitmaschine - der gleichzeitig als "Rettungskapsel" eingeplant war - ebenfalls in die Vergangenheit reisen. Dabei ist es möglich, die "Aufenthaltszeit" einer Kapsel zu orten, jedoch nicht ihren Aufenthaltsort. Das Ziel-Datum der Terroristen ist allerdings sowieso eindeutig: Es handelt sich um den Tag, als der Zeppelin Hindenburg in einer Feuerkatastrophe verging.
Das einander nicht ganz grüne Temponauten-Team landet in den 1930er Jahren und macht dort unterschiedliche Erfahrungen. Wissenschaftler Rufus Carlin als Schwarzer erlebt unangenehme Begegnungen mit der damaligen Rassentrennung und dem allgemein akzeptierten Rassismus. Daneben müssen die drei mit vielerlei Problemen von Zeitreisen umgehen. Einerseits den "alltäglichen" Dingen wie feineren Untschieden in Sprache und Ausdrucksweise. Daneben mit Fragen bezüglich des Eingriffs in die Zeit: Sei es eine moderne Pistole, die Soldat Wyatt Logan dabei hat (und die nicht in die Hände der Bewohner dieser Zeit gelangen darf) oder der Rettung von Menschen, die historisch gesehen schon lange tot sind.
Daneben hat Lucy die Erkenntnis, dass Terroristen-Führer Garcia Flynn durchaus bewusst ist, wer sie ist und er ein Buch in ihrer Handschrift besitzt, das Lucy bisher jedenfalls noch nicht geschrieben hat. Letztendlich konnte das Trio die Pläne der Terroristen nicht ganz durchkreuzen, allerdings die Integrität der Zeit halbwegs wahren und die schlimmsten Auswirkungen verhindern. Wobei ihnen klar wird, dass die Terroristen durchaus größere Ziele verfolgen und gezielt Veränderungen herbeiführen, um größere geschichtliche Entwicklungen bereits im Keim zu ersticken.
So endet die Pilotfolge mit zahlreichen Hooks: Einerseits wird nochmal hervorgehoben, dass die drei Zeitreisenden drei sehr unterschiedliche Interessen repräsentieren: Lucy spielt eine ihr selbst noch schleierhafte Rolle bei diesem Zeitterrorismus, während Wissenschaftler Rufus Geheimnisse seines Bosses deckt und Soldat Wyatt eben ein Soldat im Auftrag der Regierung ist: Er ist an deren geheim bleibenden Anweisungen gebunden und daher ein "unsicherer Verbündeter". Klar erscheint auch, dass die Terroristen um Garcia Flynn weiterhin ihre Ziele verfolgen und das Trio aus Lucy, Wyatt und Rufus von nun an gegen diese ins Feld geschickt werden. Darüber hinaus wird etabliert, dass diese drei Protagonisten im besten Fall "das Schlimmste" verhindern können, aber die Eingriffe der Terroristen immer gewisse Auswirkungen auf die Gegenwart haben werden - Stichwort "Schmetterlingseffekt".
Die Stars: Abigail Spencer porträtiert Historikerin Lucy Preston. Nach der Titelrolle in der Lifetime-Serie
Gegenspieler Garcia Flynn wird vom Kroaten Goran Visnjic verkörpert, der mit
Kurzkritik Manchmal ist weniger mehr. Und manchmal ist weniger eben weniger. Erklärtes Ziel der
Nicht mal ansatzweise beleuchtet werden etwa die Zeitreisemechanik oder die Umstände, unter denen die Zeitmaschine(n) entwickelt wurde(n). Daneben blieben in der Handlung auch zahlreiche "logistische Probleme" außen vor (oder fielen zumindest der Schere zum Opfer). Nach der Ankunft der Zeitreisenden in den 1930ern etwa unternehmen sie eine erste Busreise, die mit nur einem Kommentar (über die Rassentrennung) abgehandelt wird, die aber als typische "erste Begegnung mit einer fremden Kultur" mehr Potential gehabt hätte. Die Problematik, die Zeitkapsel vor zufälliger Entdeckung zu verbergen, wurde ebenso übergangen wie der spätere Rückweg zur abgelegen Zeitkapsel.
Ironischer Weise ist "Timeless" für eine Zeitreiseserie sehr stark auf das "hier und jetzt" der Hauptfiguren fixiert - ohne sich die Zeit zu nehmen, der Vergangenheit der einzelnen Figuren sonderlich viel Raum zu geben. An den wenigen Stell, wo dies geschah, wurde an Klischees nicht gespart. Etwa bei Wyatt, der eine Frau retten will, die ihn an seine verstorbene Ehefrau erinnert. Oder Lucy, deren ganzes Leben sich klischeehaft um das Werk ihre "Über-Mutter" dreht.
Die Pilotfolge von "Timeless" dient schließlich weitestgehend dafür, die Fähigkeiten des Requisite-Departments zu präsentieren, das die 1930er durchaus ansehnlich inszeniert. Daneben erhalten die Zuschauer statt eines Einstiegs in eine fesselnde Seriengeschichte allerdings eher noch eine verkappte Geschichtsstunde, in der die Reise der Hindenburg und den Details jener Tage verhältnismäßig viel Raum eingeräumt wird. Was aber auch wohl eine Gefahr ist, wenn man sich einem Thema widmet, mit dem sich viele potentielle Zuschauer vielleicht schon vorher durch ein Sachbuch oder den Besuch eines Museums beschäftigt haben. Da will man als Produzent natürlich die bekanntesten Fakten aufgreifen. Insofern zeigt der Serienpilot die Entscheidung, in "Timeless" die zentralen Momente der Geschichte zu besuchen, ein bisschen als Hypothek auf.
"Timeless" versucht, den Negativ-Beispielen von Mystery-lastigen Genre-Serien wie
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