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1551

Raumpatrouille

Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion
D, 1966

  • 1551 Fans  78%22% jüngerälter
  • Serienwertung5 05594.71Stimmen: 58eigene Wertung: -

Serieninfos & News

Deutsche Erstausstrahlung: 17.09.1966 (ARD)
Weitere Titel: Raumpatrouille Orion
Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion: Der draufgängerische Cliff McLane kommandiert den schnellen Raumkreuzer Orion VII”, mit dessen drei Besatzungsmitgliedern Mario DeMonti, Hasso Sigbjörnsson und Helga Legrelle ihn auch eine enge Freundschaft verbindet. Als Cliff wieder einmal einen Befehl seiner Vorgesetzten ignoriert, wird er samt Crew und Raumschiff zum Patrouillendienst strafversetzt. Aber es kommt noch schlimmer: Cliff muß eine Aufpasserin” mit an Bord nehmen, die kühle Tamara Jagellovsk vom Galaktischen Sicherheitsdienst. Bei ihrem ersten Einsatz für die Raumpatrouille stößt die Orion” auf die Frogs, geheimnisvolle Außerirdische, die sich als gefährliche Gegner der Menschheit erweisen.Raumpatrouille” war die erste in Deutschland gedrehte Science-Fiction-Serie und erreichte schnell Kultstatus. Es folgten Taschenbücher und eine Heftromanreihe, und selbst Jahrzehnte nach der Erstausstrahlung ist die Serie immer wieder im Fernsehen oder auch im Kino zu bewundern. 2003 entstand der 90-minütige Zusammenschnitt Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino.
aus: Der neue Serienguide
Cast & Crew
Fernsehlexikon
Euro Video
"Die fantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion". 7-tlg. dt. Science-Fiction-Serie von Rolf Honold und W. G. Larsen, Regie: Michael Braun und Theo Mezger.
"Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eins dieser Raumschiffe ist die Orion, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleiten wir die Orion und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit."
Commander Major Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) wird mit seinem schnellen Raumkreuzer Orion für drei Jahre zur Verkehrsüberwachung im Sektor 219-33-9 strafversetzt, weil er entgegen der Anordnung auf dem Planeten Rhea gelandet ist, nur um zu demonstrieren, dass eine Landung auf Rhea möglich ist. Sicherheitsoffizier Leutnant Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) vom Galaktischen Sicherheitsdienst GSD wird ihm zugeteilt, um zu kontrollieren, ob er seinen Dienst brav nach Vorschrift verrichtet. Anfangs nervt sie durch das hirnlose Beharren auf Paragrafen, ohne sich um die Konsequenzen zu scheren, doch allmählich wird sie ein engagierter Bestandteil der eingeschworenen Crew, zu der auch Armierungsoffizier Leutnant Mario de Monti (Wolfgang Völz) gehört, ein erfolgloser Frauenheld, Raumüberwachungsoffizier Leutnant Helga Legrelle (Ursula Lillig), Bordingenieur Leutnant Hasso Sigbjörnson (Claus Holm) und Astrogator Leutnant Atan Shubashi (Friedrich Georg Beckhaus).
Gleich beim ersten Routineeinsatz mit der Orion 7 (sechs Raumschiffe hat McLane schon zu Schrott geflogen, nach der zweiten Folge wird das achte fällig) stoßen sie auf eine bisher unbekannte exoterrestrische Rasse. Diese ist intelligenter als die Menschheit und gegen deren Strahlenwaffen immun, sieht wie glitzernde, glibbrige Silhouetten aus und hat die Vernichtung der Erde im Sinn. Sie nennen die Außerirdischen "Frogs", weil "Frösche" zu vertraut klingt, und haben es im weiteren Verlauf noch oft mit ihnen zu tun. Zum Glück behält McLane immer einen klaren Kopf und rettet die Erde ein ums andere Mal.
Die Terrestrischen Raumaufklärungsverbände T.R.A.V. und die Oberste Raumbehörde ORB sind dem Raumkreuzer übergeordnet, dort haben es McLane und Co. meist mit Bürokraten zu tun, die McLanes Alleingänge zwar insgeheim wegen ihrer Effektivität bewundern, nach außen aber die Einhaltung vielziffriger Paragrafen der Erhaltung der Welt überordnen. Die Anweisungen, denen sich McLane ja doch widersetzt, kommen von seinem direkten Vorgesetzten, T.R.A.V.-Chef General Winston Woodrov Wamsler (Benno Sterzenbach), dem undurchsichtigen Oberst Henryk Villa (Friedrich Joloff), dem ORB-Vorsitzenden Sir Arthur (Franz Schafheitlin), dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte Marschall Kublai-Krim (Hans Cossy) und dem hochnäsigen bürokratischen Ordonnanz-Leutnant Michael Spring-Brauner (Thomas Reiner). Lydia van Dyke (Charlotte Kerr) ist die Befehlshaberin der Schnellen Raumverbände, denen McLane bis zu seiner Strafversetzung angehörte. Für sie würde McLane durchs Feuer gehen - und tut es auch.
Ihre Freizeit verbringen die Raumfahrer im Starlight-Casino, einer Bar auf dem Meeresgrund mit einem großen Fenster, hinter dem merkwürdige, riesige Fische schwimmen. Dort tanzen die Menschen auf eine Weise, wie man in den 60er-Jahren dachte, dass Menschen im Jahr 3000 tanzen würden. Aus dem Meer startet die Orion auch zu jedem neuen Flug. In der letzten Folge ergreifen die Frogs Besitz von Villas Gehirn, der daraufhin von oberster Stelle die Machtübernahme auf der Erde vorbereitet. McLane durchschaut es als Einziger und rettet mal wieder die Welt, woraufhin seine Strafversetzung aufgehoben und er zum Oberst befördert wird, und er und Tamara knutschen endlich.
Orion-Erfinder Rolf Honold hatte die Schwarz-Weiß-Serie unter dem Pseudonym W. G. Larsen erfunden (das "und" zwischen beiden Namen im Vorspann war also ein Hohn), mehrere Mitarbeiter der Bavaria-Studios, die die Serie produzierten, steuerten unter dem gleichen Pseudonym Drehbücher bei. Die Titelmusik war von Peter Thomas. Die Produktionskosten waren die bis dahin höchsten für eine Serie, was nichts darin ändert, dass die Spezialeffekte heute extrem billig aussehen. Die Kulisse war aus gängigen Haushaltsgegenständen zusammengeschustert, Bügeleisen und Duschköpfe stellten technisches Navigationsgerät dar, und man musste nicht einmal genau hinsehen, um das zu erkennen. Dennoch war die Serie ein Vorreiter, der das Genre der Science-Fiction im Fernsehen populär machte. Raumschiff Enterprise war nur neun Tage vorher in den USA gestartet, und es dauerte noch sechs Jahre, bis die Serie nach Deutschland kam. Wegen der hohen Kosten wurde trotz des Erfolgs auf eine Fortsetzung verzichtet (die dann auch noch in Farbe gedreht worden wäre), obwohl Honold die Geschichten für sieben neue Folgen angeblich bereits fertig geschrieben hatte.
Nachdem die Serie jahrelang komplett vom Bildschirm verschwunden war, wurde sie Mitte der 80er-Jahre wiederbelebt, wenn auch nur in Wiederholungen. Zunächst liefen die alten Folgen als Kinovorstellungen, danach wurden regelmäßig alle Folgen auf verschiedenen Sendern wiederholt. 2002 kam eine überarbeitete Fassung als Spielfilm ins Kino. Dabei waren aus den sieben abgeschlossenen Folgen eine einigermaßen durchgehende Handlung geschnitten worden, deren Lücken von Elke Heidenreich als Nachrichtensprecherin der "Sternenschau" geschlossen wurden. In dieser Rolle schilderte sie Ereignisse, die damals schlicht nicht gedreht worden waren.
Raumpatrouille lief erfolgreich alle zwei Wochen am Samstagabend um 20.15 Uhr, jede Folge war eine Stunde lang. Die Serie ist komplett auf DVD erhältlich.
Das Fernsehlexikon*, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum

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  •  
  • dojojo (geb. 1961) schrieb am 21.10.2017, 17.19 Uhr:
    Hallo, zum Thema Filmton: Wie seht bzw. hört ihr Euch die DVD´s an? Im neu gemischten 5.1-Ton oder im Original? Ich nutze die Möglichkeit des 5.1. Ich "höre" auch gern Filme und Serien.
    LG aus DO

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  • Opernfreundin schrieb am 12.04.2016, 14.12 Uhr:
    Wann gibt es denn nun eine Neuauflage der Raumpatroille, oder war das nur ein Fake oder so was ähnliches? Solche Kultserien sollte man meiner Meinung nach nicht versuchen, wieder aufleben zu lassen, da kommt meistens nichts gutes dabei heraus!

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  • Horatio (geb. 1966) schrieb am 26.08.2015:
    Die Raumpatrouille lebt!
    Und wer glaubt, dass Raumpatrouille nur in Schwarzweiss funktioniert hätte, kann sich hier davon überzeugen, wie Klasse die Orion 10 in Farbe aussehen wird.
    Infos zum »Orion Next-Generation« Fanfilm von Henny van Veenendaal:
    http://orion.henny-van-veenendaal.nl/index.htm
    Ich freu mich drauf! :)
  • Vera schrieb am 28.08.2015:
    Ich weiß nicht so recht ob es sinvoll ist, diese gute, alte Kultserie als "Next Generation" wieder aufleben zu lassen. Ich bezweifle, daß man an alte Erfolge wieder anschließen kann. Schließlich verdankt die Serie ihren Charme auch den für heutige Zeit etwas primitiven Improvisationskünsten der Ausstatter.

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