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740

Löwengrube

D/A, 1989–1992
Löwengrube
 Serienticker
  • Platz 1335 740 Fans   60% 40%ø Alter: 50-60 Jahre
  • Serienwertung5 13885.00Stimmen: 15eigene Wertung: -

Serieninfos & News

32 Episoden (3 Staffeln)
Deutsche Erstausstrahlung: 14.11.1989 (Das Erste)
Eine Münchner Familienchronik: Die Geschichte von drei Generationen der Familie Grandauer beginnt im Jahr 1897 in einem kleinen Örtchen, irgendwo zwischen München und Bad Tölz, mit der Hochzeit von Agnes und Ludwig Grandauer. Bald darauf geht der ehemalige Dorfpolizist Ludwig Grandauer zur neugegründeten Kriminaldirektion an der Löwengrube nach München, um dort Karriere zu machen. Agnes Grandauer bringt zwei Kinder zur Welt: Luise und Adolf. Kurz darauf stirbt sie an Tuberkulose. Während Karl in den Krieg ziehen muß, stirbt zu Hause der Vater aus Kummer über den Tod seiner Frau. Noch während des Krieges heiratet Karls Schwester Luise den Bäckermeister Kreitmeier.
In dessen Haus kann Karl nach seiner Rückkehr aus dem Krieg bleiben. Auch sein Bruder Adolf findet Unterschlupf in der Kreitmeierschen Bäckerei. Hier trennen sich die Wege der Brüder: Adolf Grandauer studiert Jura, wird Staatsanwalt und tritt voller Überzeugung der SA bei. Karl Grandauer geht wie sein Vater zur Polizei und arbeitet in der Mordabteilung der Polizeidirektion an der Löwengrube. Sein Vorgesetzter ist Kommissar Grüner. Nach einiger Zeit gründet Karl eine Familie mit der Musikalienhändlertochter Traudl Soleder.
Ihre beiden Söhne wachsen unter den Augen der gutherzigen, aber stets besserwisserischen Schwiegermutter heran. Karl Grandauer erlebt von seinem Schreibtisch aus hautnah die Wirtschaftskrise, Inflation, die goldenen Zwanziger und die erneute Depression. Schließlich wird die Löwengrube zum politischen Instrument der Nationalsozialisten. Die Serie hat ihre Wurzeln in der 28teiligen Hörspielserie Die Grandauers und ihre Zeit, die von 1979 bis 1982 im Bayerischen Rundfunk lief. Ihren Namen hat die Serie von der Löwengrube, der liebevollen Bezeichnung der Bewohner Münchens für ihr Polizeipräsidium in der Ettstraße, das von zwei großen steinernen Löwen bewacht wird. Dort hatte Karl Grandauer seinen Arbeitsplatz.
aus: Der neue Serienguide
Cast & Crew
Fernsehlexikon
32-tlg. dt. Familiensaga von Willy Purucker, Regie: Rainer Wolffhardt.
Die Geschichte der Kleinbürger-Familie Grandauer von 1897-1954. Der Dorfpolizist Ludwig Grandauer (Jörg Hube) zieht mit seiner Frau Agnes (Sandra White) in den Münchner Stadtteil Haidhausen. Die beiden haben drei Kinder: Karl (ebenfalls Jörg Hube), Luise (Sandra White) und Adolf, genannt Adi (Alexander Duda). Agnes stirbt an Tuberkolose. 1914 bezieht Ludwig sein Büro in der neuen Polizeidirektion, die - wegen der zwei steinernen Löwen vor dem Haus - "Löwengrube" genannt wird. Karl zieht in den Ersten Weltkrieg, wo sein Kumpel Biwi Lichtl (Peter Weiß), der Freund von Luise, schon am ersten Tag umkommt. Ludwig stirbt, Luise heiratet den Bäckermeister Max Kreitmeier (Werner Rom), in dessen Haus zunächst auch Karl und Adolf unterkommen. Karl findet dank der Vermittlung von Rudolf Grüner (Gerd Fitz), dem früheren Chef seines Vaters, einen Job bei der Polizei, wo die Delikte nun zunehmend politisch gefärbt sind und Ermittlungen schon mal von oben gestoppt werden. Er verliebt sich in Traudl (Christine Neubauer). Sie ist die Tochter von Adelgunde Soleder (Franziska Stömmer), einer herzensguten, aber schrecklich naiven Frau, und ihrem Mann (Walter Fitz). Sie heiraten und bekommen zwei Söhne: Rudi (als Kind: Florian Büse-Böhm, später: Timothy Peach) und Maxi (als Kind: Florian Reinheimer, als junger Mann: Thomas Darchinger).
Traudl hat einen Bruder Kurt (Michael Lerchenberg), der als Radiomoderator gegen den Aufstieg der Nazis stichelt und später die Jüdin Sara Kampensi (Gisela Freudenberg) heiratet. Nach der Machtergreifung der Nazis bekommt Kurt Ärger mit seinem Kollegen Hampel (Stefan Reck) und wird eingesperrt, Sara wird mit ihrem Kind Gerti (Stefanie Boos) durch den NS-Blockwart Uhl (Peter Pius Irl) aus der Wohnung vertrieben. Karl macht Karriere. Seine Schwester Luise stirbt an den Folgen eines Beinbruchs. Max führt den Betrieb mit Hilfe von Kathi Lipp (Mona Freiberg) und Kurt, der nun als sein Geselle arbeiten muss, weiter. Grandauers Kollege Schäfer (Tilo Prückner) wird aus politischen Gründen zur Verkehrspolizei versetzt. Deinlein (Gerd Anthoff) ist sein neuer Vorgesetzter bei der Polizei. Adi ist strammer Nazi, Rudi macht Karriere in der Hitlerjugend. Max und Kathi heiraten. Anfang 1945 liegt München in Trümmern, auch die Wohnung der Grandauers ist zerstört. Sie finden Unterschlupf bei Max, wo auch Adis Sohn Hermann (Florian Boos) lebt, dessen Mutter und Geschwister bei einem Luftangriff ums Leben gekommen sind. Nach Kriegsende stirbt Grüner. Rudi wurde als Deserteur hingerichtet, Maxi aber kommt Ende 1945 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Er heiratet seine Jugendliebe Hildegard (Patrizia Schwöbel). 1948 kehrt Adi aus russischer Gefangenschaft zurück, 1951 taucht auch der totgeglaubte Rudi wieder auf. 1954 wird Karl pensioniert.
Die Serie beruht auf einer beliebten 28-teiligen Hörspielserie "Die Grandauers und ihre Zeit", die Autor Purucker für den BR geschrieben hatte. Sie schildert authentisch und lebensnah anhand des Alltags der durchschnittlichen Familie Grandauer, wie sich die große Weltpolitik auf ihr Leben auswirkte: Die politischen Entwicklungen prägten private Beziehungen und natürlich die Polizeiarbeit, wurden andererseits aber auch einfach ignoriert oder verharmlost. Die Löwengrube zeigt die vielen Kompromisse, die auch die eigentlich aufrechten Menschen aus Bequemlichkeit oder Gedankenlosigkeit machten, und die Tatsache, dass ihnen private Sorgen oft einfach näher waren als die Besorgnis erregenden Enwicklungen in ihrer Umgebung: Wenn Karl Grandauer Zahnschmerzen plagten, kümmerte ihn das einfach mehr, als dass der kommunistische Bäckergeselle plötzlich verhaftet oder Hitler Reichskanzler wurde.
Die Löwengrube lief zunächst im regionalen Vorabendprogramm in Bayern und erst allmählich in einigen anderen Sendern. Bundesweit war die Serie erstmals 1997 zu sehen, als die ARD sie montags um 21.40 Uhr wiederholte. Sie ist auch auf acht VHS-Kassetten erschienen. Die Serie erhielt 1992 den Adolf-Grimme-Preis mit Gold.
Das Fernsehlexikon, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum

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  •  
  • Stefan_G (geb. 1963) schrieb am 25.06.2018, 18.59 Uhr:
    Stefan_GHab diese Serie noch nie gesehn...Antworten

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  •  
  • Der_Herr_Heinz (geb. 1971) schrieb am 15.05.2018, 03.09 Uhr:
    Der_Herr_HeinzMir fällt das jetzt, nach so langer Zeit wo ich die Serie nicht mehr gesehen habe, auf, daß von Silvester 40 bis Anfang 45 quasi ein Riesenloch hinterlassen wurde, für dessen Zeitspanne offenbar keine Folgen gedreht wurden. Da geht natürlich einiges an doch relevanten Dingen verloren. Seltsam, daß das nicht zumindest in so 1 bis 1 1/2 Jahr-Schritten pro Folge weiterging, sondern da gleich 4 Jahre übersprungen wurden. Trotzdem eine großartige Serie, immer wieder sehenswert!Antworten

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  •  
  • Frels schrieb am 09.01.2013:
    FrelsHallo Eddie, Tom, Daniela und all’ die anderen…

    Es scheint ja nun endlich, nach fast einem Jahr, weiter zu gehen - oder doch von vorne - ich meine: von GANZ vorne neu zu beginnen!!

    Kann man es wirklich glauben das die Leute beim BF vielleicht was gemerkt haben ;-)
    Tschuldigung, aber ich bleibe mal, bis wir genaueres wissen, skeptisch, denn jeder von uns Fans ist in den letzten Jahren nicht gerade vom BF verwöhnt worden! Also hoffen wir… bis dahin
    LG meckiAntworten

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