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Der Deutsche Fernsehpreis 2026: "Maxton Hall", "Wer weiß denn sowas?", Lanz, Raab & Schöneberger nominiert

Die Nominierungen für den
Stephan Lamby stellt fest: Das aktuelle Fernsehen hat die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit im Blick. Man merkt, dass die Spannungen im Land zunehmen und dass die Sender die veränderte Grundstimmung abbilden. Das gilt vor allem in der Fiktion und in der Information.
Seiner Ansicht nach mache der Blick auf die Programme deutlich, dass wir als Gesellschaft gerade in eine andere Phase eintreten. Viele Produktionen beschäftigen sich mit Meinungsfreiheit und Toleranz, mit sozialen Medien, mit Rechtsextremismus, Terrorismus und Kriegen. Es geht um Trump und Putin, aber auch um die kleinen Auseinandersetzungen vor der eigenen Haustür.
Die konfliktreichen Themen würden in fast allen Genres stattfinden. Auch in der Unterhaltung befassten sich einige Formate mit gesellschaftlich relevanten Themen.
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In der Kategorie "Beste Unterhaltung Show" finden sich zwei Veteranen und ein Neuzugang: Das ARD-Vorabendquiz "Wer weiß denn sowas?" und die VOX-Musikshow "Sing meinen Song" treten hier gegen die neue Nostalgie-Show "Wer weiß wie wann was war?" von Stefan Raab und Barbara Schöneberger an. In der Rubrik "Beste Comedy/Late Night" finden sich mit "Die Anstalt", "TV total" sowie einem "heute-show extra" sogar ausschließlich Vertreter lange etablierter Formate.
Um den Preis in der Kategorie "Beste Unterhaltung Reality" wetteifern die RTL+-Datingshow "Princess Charming", der Sat.1-Neustart "Villa der Versuchung" sowie die ARD-Umsetzung von "Werwölfe" als TV-Format. Etwas überraschend fallen die Preisanwärter in der Kategorie "Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung" aus. Hier sind neben Laura Wontorra, die explizit für ihre Moderation von "DSDS" nominiert wurde, Pierre M. Krause für sein Nischenformat "Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" sowie Evgeny Vinokurov, Marta Arndt und Malika Dzumaev stellvertretend für das Ensemble der Profitänzer bei "Let's Dance" im Rennen. In der Rubrik "Beste Information" darf unter anderem ZDF-Talker Markus Lanz auf eine Auszeichnung hoffen, während die vielbeachtete XXL-Doku "#dontlookaway", die im Rahmen von "Joko & Klaas LIVE" die ungefilterte Realität des Kriegs in der Ukraine zeigte, in der Kategorie "Beste Dokumentation/Reportage" nominiert ist.
Am häufigsten auf Preise hoffen dürfen die Produktionen "Chabos" (ZDFneo), "Hundertdreizehn" (ARD) und "Die Nichte des Polizisten" (ARD), die jeweils in vier Kategorien nominiert sind. Jeweils drei Nominierungen erhielten "Die Nibelungen - Kampf der Königreiche" (RTL) und "Sturm kommt auf" (ZDF). In der Unterhaltung gehen jeweils 2 Nominierungen an "Eurovision Song Contest - Das deutsche Finale 2026" (ARD) und "Let's Dance" (RTL). Mit Blick auf die Sendergruppen führt in diesem Jahr die ARD mit 32 Nominierungen das Feld an, gefolgt vom ZDF mit 23 Nennungen. Auf dem dritten Platz folgt RTL mit 15 Nominierungen. ProSiebenSat.1 kommt auf 11. Auf Netflix entfallen 7 Nennungen, 2 gehen an Prime Video und je eine an MagentaTV, Disney+, WELT, Eurosport und HBO Max.
Werkkategorien "Fiktion"
Bester Fernsehfilm/Mehrteiler
"Die Nichte des Polizisten" (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film) "Olivia" (ZDF/Florida Film) "Tatort: Dunkelheit" (ARD/Degeto/hr/Sommerhaus Filmproduktion)
Beste Drama-Serie
"Hundertdreizehn" (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film) "Maxton Hall - Die Welt zwischen uns" (Prime Video/UFA Fiction) "Die Nibelungen - Kampf der Königreiche" (RTL+/Constantin Film/Wilma Film) "Schattenseite" (ARD/Degeto/hr/funk/Dreamtool Entertainment) "Unfamiliar" (Netflix/Gaumont)
Beste Comedy-Serie
"Achtsam morden" (Netflix/Constantin Film) "Chabos" (ZDFneo/BBC Studios) "Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage" (Sat.1/Brainpool TV/Good Humor)
Personenkategorien "Fiktion"
Beste Schauspielerin
- Derya Akyol für
"Euphorie" (RTL+/Zeitsprung Pictures) - Samirah Breuer für "Schattenseite" (ARD/Degeto/hr/funk/Dreamtool Entertainment)
- Annette Frier für "Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage" (Sat.1/Brainpool TV/Good Humor)
- Karin Hanczewski für
"Call My Agent Berlin" (Disney+/Friday Film/Wild Brunch Germany) - Magdalena Laubisch für "Die Nichte des Polizisten" (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
Bester Schauspieler
- Josef Hader für
"Sturm kommt auf" (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG) - Edin Hasanović für "Tatort: Dunkelheit" (ARD/hr/Sommerhaus Filmproduktion)
- Johannes Hegemann für "Olivia" (ZDF/Florida Film)
- Johannes Kienast für "Chabos" (ZDFneo/BBC Studios)
- Tom Schilling für "Achtsam morden" (Netflix/Constantin Film)
Beste Regie Fiktion
- Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch für "Chabos" (ZDFneo/BBC Studios)
- Bettina Oberli für
"naked" (ARD/WDR/Fandango Film TV) - Rick Ostermann für "Hundertdreizehn" (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)
Bestes Buch Fiktion
- Andreas Altenburg für
"Prange - Man ist ja Nachbar" (ARD/NDR/Florida Film) - Rolf Basedow und Nicole Armbruster für "Die Nichte des Polizisten" (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
- Arndt Stüwe für "Hundertdreizehn" (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)
Beste Kamera Fiktion
- Theo Bierkens für "Sturm kommt auf" (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
- Christian Huck für
"Oderbruch" (ARD/Degeto/SWR/Syrreal Entertainment) - Philip Peschlow für "Die Nibelungen - Kampf der Königreiche" (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)
Beste Montage Fiktion
- Christoph Cepok und Benjamin Kaubisch für "Hundertdreizehn" (ARD/Degeto/ORF/WDR/ Windlight Pictures/Satel Film)
- Anna Nekarda für "Die Nichte des Polizisten" (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
- David Wieching und Tobias Wieduwilt für "Chabos" (ZDFneo/BBC Studios)
Beste Musik Fiktion
- Jessica de Rooij für
"Mozart/Mozart" (ARD/Degeto/ORF/WDR/SWR/Story House Pictures/Bavaria Media/The Dreaming Sheep Company) - Victoria Hillestad und Julian Erhardt für "Maxton Hall - Die Welt zwischen uns" (Prime Video/UFA Fiction)
- Stefan Will und Robert Henke für
"Crooks" (Netflix/Wiedemann & Berg Film) und "Banksters" (HBO Max/W&B Television)
Beste Ausstattung Fiktion
- Christoph Kanter (Szenenbild) und Brigitta Fink (Kostümbild) für "Sturm kommt auf" (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
- Matthias Müsse (Szenenbild) und Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild) für "Die Nibelungen - Kampf der Königreiche" (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)
- Francis "Kiko" Soeder (Szenenbild) und Ramona Klinikowski (Kostümbild) für
"Kacken an der Havel" (Netflix/Warner Bros. International Television)
Werkkategorien "Unterhaltung"
Beste Unterhaltung Show
"Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" (VOX/ITV Studios Germany) "Wer weiß denn sowas?" (ARD/NDR/ORF/UFA Show & Factual) "Wer weiß wie wann was war?" (RTL/Raab Entertainment)
Beste Comedy/Late Night
"Die Anstalt - Die IRANstalt 2" (ZDF/Content Laden) "heute-show extra: Next Stop Köster" (ZDF/Prime Productions) "TV total" (ProSieben/Brainpool Entertainment)
Bestes Factual Entertainment
"The Race" (Joyn/studio flitz) "Roadtrip Australien - Drei Spitzenköche auf vier Rädern" (Kabel Eins/south&browse) "Song Trip" (ZDF/Content Laden)
Beste Unterhaltung Reality
"Princess Charming" (RTL+/Seapoint Productions) "Villa der Versuchung" (Sat.1/Banijay Productions Germany) "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" (ARD/BR/SWR/WDR/ITV Studios Germany)
Personenkategorien "Unterhaltung"
Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung
- Evgeny Vinokurov, Marta Arndt, Malika Dzumaev stv. für das Ensemble der Tänzer:innen für
"Let's Dance" (RTL/Seapoint Productions) - Pierre M. Krause für
"Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" (ARD/SWR/dibido.tv) - Laura Wontorra für
"Deutschland sucht den Superstar" (RTL/UFA Show & Factual
Beste Regie Unterhaltung
- Knut Fleischmann für
"Ninja Warrior Germany" (RTL/RTL Studios) - Carsten Seibt für
"Silvester-Schlagerbooom 2026 live - Die Wunderlichtershow" (ARD/Kimmig Entertainment/Jürgens TV) - Johannes Spiecker für
"Wer stiehlt mir die Show?" und "Joko & Klaas gegen ProSieben" (ProSieben/Florida Entertainment)
Bestes Buch Unterhaltung
- Dietmar Jacobs und Christian Ehring für
"extra 3" vom 23.10.2025 - Streit ums Stadtbild: Merz poltert (ARD/NDR) - Christof Mannschreck und Nicole Simmen für
Eurovision Song Contest - Das deutsche Finale 2026 (ARD/SWR/BR/hr/Kimmig Entertainment/Lodge of Levity) - Martin Waldmann für "heute-show extra: Die unglaubliche Geschichte von Elon Musk" (ZDF/Prime Productions)
Beste Ausstattung Unterhaltung
- Katia Convents (Kostüm) und Paola von Griesheim (Requisite) für "Let's Dance" (RTL/Seapoint Productions)
- Jonas König (Set- und Licht-Design) für
"Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)" - Folge: So geht Trash-TV: "Ein sehr gutes Quiz" auf dem Wertstoffhof (ProSieben/Florida Entertainment) - Florian Wieder (Inszenierung Vorentscheid) für "Eurovision Song Contest - Das deutsche Finale 2026" (ARD/SWR/BR/hr/Kimmig Entertainment/Lodge of Levity)
Werkkategorien "Information"
Beste Information
"Markus Lanz" (ZDF/Mhoch2/Fernsehmacher)- ntv live zum Tag des USA-Iran-Kriegs mit Raschel Blufarb (ntv)
"Was Deutschland verbindet" (ARD/hr/MDR)
Bestes Infotainment
"Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" (ARD/WDR/BR/hr/MDR/NDR/RB/rbb/SR/SWR/Bilderfest) "Linda Zervakis. Dumm, Dümmer, Deutschland? Raus aus der Bildungskrise!" (ProSieben/ Nordend Film) "Terra Xplore mit Dr. Leon Windscheid" (ZDF/Doclights)
Beste Dokumentation/Reportage
"Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" (ZDFinfo/Nordend Film) "Joko & Klaas LIVE - #dontlookaway" (ProSieben/Florida Entertainment)- "Naziland - Deutschlands dunkelste Seite" (RTL/Spiegel TV)
"Terra X History: Ein Tag im Juli - Ahrtalflut 2021" (ZDF/Loopfilm) "Thilo Mischke. Dikta-Tour - das Comeback der Autokraten" (ProSieben/pqpp2)
Beste Doku-Serie
"Der Anschlag" (3sat/ZDF/eikon) "Countdown zur Diktatur" (ZDFinfo/Spiegel TV) "Die Diplomaten - Inside Auswärtiges Amt" (ZDF/KR.FILM) "Mesut Özil - Zu Gast bei Freunden" (ZDF/Flare Film/Undone) "WM 1994 - Elf Helden, ein Albtraum" (ARD/NDR/BR/WDR/Broadview TV)
Personenkategorien "Information"
Beste Moderation/Einzelleistung Information
- Louis Klamroth für
"hart aber fair": Notfall Pflege - Wer sorgt für ein Altern in Würde? (ARD/WDR/hr/Florida Factual) - Ibrahim Naber für Ukraine-Berichterstattung (WELT)
- Sarah Tacke als Rechtsexpertin des ZDF (ZDF)
Beste Kamera Information/Dokumentation
- Eike Köhler, Kim Kristin Mauch und Björn Kurtenbach für
"Minentaucher - Der harte Weg in die Elite der Bundeswehr" (ARD/NDR) - Jürgen Rehberg für
"Holt - Der Windkraft-Schwindler" (ARD/SWR/HR/NDR/Frisbeefilms) - Wesley William Salamone für
"Babo - Die Haftbefehl-Story" (Netflix/27KM'B Pictures)
Beste Montage Information/Dokumentation
- Xenja Kupin für
"Rise & Fall of 1860 München" (ARD/BR) - Philipp Schnabel, Marco Rottig und David Gesslbauer für "Babo - Die Haftbefehl-Story" (Netflix/27KM'B Pictures)
- Andrea Schumacher für
"Die Nacht von Paris - Terror am Stade de France" (Sky/Leonine Documentaries)
Programmbereich "Sport"
Beste Sportsendung
- Finale der FIBA EuroBasket 2025 (RTL/RTL News)
- Handball-EM 2026 (ARD/ZDF)
- Roland-Garros Finale der Herren 2026 (Eurosport)
- Tour de France 2025 (ARD)
- WM-Berichterstattung 2026 (MagentaTV/ThinXpool)
In diesem Jahr wird der "Deutsche Fernsehpreis" erneut zweigeteilt verliehen: Die große TV-Gala findet am 9. September erstmals im Confex-Center Köln statt und wird ab 20.15 Uhr bei RTL übertragen, da die Federführung in diesem Jahr bei diesem Sender liegt. Moderiert wird die Veranstaltung einmal mehr von Barbara Schöneberger. Im Rahmen der Show werden die Preise in den Werkkategorien sowie der Förderpreis und der Ehrenpreis der Stifter vergeben. Tags zuvor erfolgt am 8. September in der sogenannten "Nacht der Kreativen" die Verleihung der Trophäen in den kreativen Gewerken. Dieses Event aus der Kölner Flora wird erstmals von Jan Köppen moderiert, jedoch nicht im Fernsehen übertragen. Stifter des Deutschen Fernsehpreises sind RTL, ZDF, Sat.1, ARD und MagentaTV.
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