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1780

Der Kommissar

D, 1969–1976

Der Kommissar
 Serienticker
  • 1780 Fans  75%25% jüngerälter
  • Serienwertung5 21264.64Stimmen: 72eigene Wertung: -

Serieninfos & News

Deutsche Erstausstrahlung: 03.01.1969 (ZDF)
Kommissar Keller setzt all seine Lebenserfahrung ein, um mit methodischem Vorgehen in München Mordfälle zu lösen. Seine Assistenten sind Walter Grabert, der lieber mit Bauchgefühl an die Fälle herangeht; Robert Heines, der sich auf seine Logik und seinen scharfen Verstand verläßt; und Polizeihauptmeister Harry Klein, der nach seiner Beförderung 1974 zu seinem neuen Chef Derrick” wechselt. Sein Nachfolger bei Kommissar Keller wird sein Bruder Erwin Klein. Nur in den ersten Folgen gehört auch die Assistentin Helga Lauer mit zum Team und Kellers Frau ist in die Serie eingebunden. Rehbeinchen”, die Polizeisekretärin Rehbein, hält für die Ermittler die Stellung im Büro.
aus: Der neue Serienguide
Crossover mit Oberinspektor Marek (A, 1963)
Spin-Off: Derrick (D, 1974)
Cast & Crew
Fernsehlexikon
ZDF
97 tlg. dt. Krimiserie von Herbert Reinecker.
Kommissar Keller (Erik Ode) ist ein ruhiger, humorvoller Mann um die 60, der in Mordfällen in München und Umgebung ermittelt. Zu seiner Mannschaft gehören Walter Grabert (Günter Schramm), der ebenfalls eher ruhig und gefühlsbetont agiert, Robert Heines (Reinhard Glemnitz), ein sachlicher, kühler Rechner, sowie Harry Klein (Fritz Wepper), der Jüngste im Team und - mit einem Flokatiparka versehen - die universelle Schnittstelle zu allen Jugendszenen. Die Kollegen arbeiten und halten eng zusammen, verbringen auch mal ihre Freizeit zusammen und essen gemeinsam in ihrer Stammkneipe. Aber auch ein Bier im Dienst war damals noch keine Sünde. Vor Keller haben die jüngeren Kollegen Respekt und siezen ihn selbstverständlich, während Keller seine Mannschaft genauso selbstverständlich duzt. Fräulein Käthe Rehbein, genannt Rehbeinchen (Helma Seitz), ist Kellers treue, ewig Kaffee kochende Sekretärin. Als Harry Klein im Sommer 1974 das Team verlässt und zum Kollegen Derrick versetzt wird, kommt ab Folge 75 sein Bruder Erwin Klein (Elmar Wepper) neu dazu. Kommissar Keller hat sogar ein Privatleben und ist gelegentlich zu Hause bei seiner Frau (Rosemarie Fendel), die ihm die Regengaloschen nachträgt. Wegen Odes paternalistischer Art - vor und hinter der Kamera - verlässt sie die Serie jedoch nach einiger Zeit.
Der Kommissar lief monatlich freitags um 20.15 Uhr und wurde ein Dauerbrenner, Erik Ode (der eigentlich Odemar hieß) ein Fernsehstar. Das junge Publikum ließ sich jedoch schon damals durch Odes betuliche, schleppende Beamtenart abschrecken. Der Kommissar kam ohne reißerische Action aus und setzte auf Psychologie und Gespräche. Viele, lange, redundante Gespräche. Eine Waffe gebrauchte der Kommissar selten. Seine letzten Worte an sein Team nach einem abgeschlossenen Fall waren schlicht: "Ich danke euch."
Jede Folge war eine Stunde lang, und alle Folgen waren in Schwarz-Weiß gedreht, obwohl das Farbfernsehen schon vor Beginn der Serie längst eingeführt war - ein Symbol dafür, dass die Serie zwar der Begründer der Tradition des klassischen deutschen Serienkrimis wurde, aber nicht eigentlich für Modernität stand. Auch Kommissar Keller beobachtete die sich im wahren Leben abspielenden gesellschaftlichen Umbrüche aus der Warte des konservativen Kopfschüttlers. Oft genug zeigten die Folgen warnend, wohin so viel Freizügigkeit führen kann. Kritiker warfen der Serie nicht von ungefähr "anti-aufklärerisches und antidemokratisches Wirkungspotential" vor. Durch die große Zahl verschiedener Regisseure und Kameraleute war Der Kommissar andererseits eines der abwechlungsreichsten Spielfelder in Sachen Bildgestaltung, Montage und Erzähltechnik, die das deutsche Fernsehen bis dahin hervorgebracht hatte, und karikierte in der Rückschau den beamtenhaften Gestus des Inhalts. Ebenso ungewöhnlich war der expressive Musikeinsatz, mit dem die Serie manche Stücke in den Hitparaden hochkatapultierte.
Entwickelt wurde die Serie von Herbert Reinecker, der sämtliche Drehbücher schrieb, und dem Produzenten Helmut Ringelmann, der schon die ZDF-Krimireihen Das Kriminalmuseum und Die fünfte Kolonne erfunden hatte. Mit dem Kommissar befreite er sich von dem vorher in deutschen Krimis scheinbar herrschenden Zwang, sich auf echte Fälle zu beziehen, verzichtete aber auch auf Action und Gewalt, wie sie die amerikanischen Krimiserien im deutschen Fernsehen zeigten.
Fritz Wepper stieg 1974 aus der Serie aus und spielte die Rolle des Harry Klein fortan in der neuen Serie Derrick, die ebenfalls Reinecker erfunden hatte. Es war das erste Mal im deutschen Fernsehen, dass eine Figur von der einen in eine andere Serie transferiert wurde, somit war Derrick streng genommen der erste deutsche Serien-Spin-off. Nachfolger des Kommissars wurde Der Alte.
Das Fernsehlexikon*, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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    Kommentare, Erinnerungen und Forum

    Regelverstoßmeldung

    •  
    • User 1613971 schrieb am 22.10.2020, 11.40 Uhr:
      Folge 53: "Mykonos"
      Pink Floyd: Echoes
      Pink Floyd: One Of These Days
      Nazareth: Red Light Lady
      Harry Nilsson: Jump Into The Fire
      Mikis Theodorakis: To Psomi Einai Sto Trapezi
      Mikis Theodorakis: I Hartaetoi
      entnommen von der fantastischen Fanseite https://kommissar-keller.de/
      Dort ist zu jeder Folge die Musik aufgelistet.

    Regelverstoßmeldung

    •  
    • jhw (geb. 1956) schrieb am 15.10.2020, 11.17 Uhr:
      Moin!
      In welcher Folge wird "One oh these days" von Pink Floyd angespielt. Soweit ich mich erinnern kann, geht es in der Folge um den Tod eines Schülers.

    Regelverstoßmeldung

    •  
    • User 107429 (geb. 1959) schrieb am 08.12.2017, 02.40 Uhr:
      Hm, hm, hm, es ist nun schon so lange her, dass DER KOMMISSAR komplett wiederholt wurde. Wann gibt es ein Wiedersehen?

    Bildergalerie zu "Der Kommissar"

    • Mit seinen Ermittlungen muss der Kommissar (Erik Ode, r.) rasch zu einem Ergebnis kommen, wenn er verhindern will, dass zwei weitere Morddrohungen wahr werden. Heines (Reinhard Glemnitz, l.)
      Drei Tote reisen nach Wien
      Mit seinen Ermittlungen muss der Kommissar (Erik Ode, r.) rasch zu einem Ergebnis kommen, wenn er verhindern will, dass zwei weitere Morddrohungen wahr werden. Heines (Reinhard Glemnitz, l.)
      Bild: © ZDF und Neue Münchner Fernsehproduktion.
    • Besorgt ruft der Schreiner Bessmer (Herbert Steinmetz) seinen Freund Sasse an. Wenige Augenblicke später ist Bessmer tot.
      Drei Tote reisen nach Wien
      Besorgt ruft der Schreiner Bessmer (Herbert Steinmetz) seinen Freund Sasse an. Wenige Augenblicke später ist Bessmer tot.
      Bild: © ZDF und Neue Münchner Fernsehproduktion./Neue Münchner Fernsehproduktion
    • Rassner (Günter Stoll, l.) ist ein international bekannter Kunstschütze, dessen Treffsicherheit hohes Ansehen geniest. Trotzdem ist er so nervös geworden, dass er seine Vorstellung absagen will, um seine Frau (Christine Kaufmann) nicht zu gefährden.
      Traum eines Wahnsinnigen
      Rassner (Günter Stoll, l.) ist ein international bekannter Kunstschütze, dessen Treffsicherheit hohes Ansehen geniest. Trotzdem ist er so nervös geworden, dass er seine Vorstellung absagen will, um seine Frau (Christine Kaufmann) nicht zu gefährden.
      Bild: © ZDF und Neue Münchner Fernsehproduktion./Neue Münchner Fernsehproduktion

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