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Darsteller in "GoodFellas", "Feld der Träume", "Shades of Blue"
Ray Liotta in "Shades of Blue"
NBC
Ray Liotta überraschend im Alter von 67 Jahren verstorben/NBC

Der US-amerikanische Schauspieler Ray Liotta ist überraschend im Alter von 67 Jahren verstorben. Das berichtet Deadline. Demnach verstarb der Darsteller am Rand von Dreharbeiten zu einem neuen Film in der Dominikanischen Republik im Schlaf.

Liotta hatte seine erfolgreichste Zeit Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre mit den Filmen  "Feld der Träume" (1989) und  "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" (1990). Nach einer Phase, in der seine Karriere nicht das Rampenlicht erreichte, war er aktuell infolge einiger Fernsehrollen wie in  "Shades of Blue" und  "Texas Rising" und einer Beteiligung am  "Die Sopranos"-Prequel  "The Many Saints of Newark" in einem zweiten Karriere-Frühling und hatte derzeit mehrere weitere Rollen vorbereitet.

Raymond Allen Liotta wurde im Dezember 1954 in Newark, New Jersey geboren. Nachdem er einem Waisenhaus übergeben worden war, wurde er im Alter von sechs Monaten adoptiert. Während seine Adoptiveltern italienischer Abstammung waren, stellte Liotta im fortgeschrittenen Alter Nachforschungen über seine biologische Familie an, die nach seinen Angaben weitgehend schottische Wurzeln hatte. Nach der High School studierte Liotta in Miami, Florida Schauspiel und machte 1978 seinen Abschluss.

Danach zog er nach New York um, wo er zügig eine wiederkehrende Rolle in der Daily Soap  "Another World" landen konnte. Es schlossen sich erste Serienrollen an, unter anderem in "Casablanca" (kurzlebiger Versuch einer Prequel-Serie zum Film) und  "Verfeindet bis aufs Blut". In seiner ersten größeren Filmrolle in  "Gefährliche Freundin" (1986) gelang es Liotta, an der Seite von Melanie Griffith und Jeff Daniels Aufmerksamkeit zu erregen und eine Nominierung für einen Golden Globe als Nebendarsteller einzustreichen.

Das brachte ihn auf den Weg zu den folgenden Rollen, einerseits im sehr beliebten Baseball-Film "Feld der Träume" und anschließend in Martin Scorseses Meisterwerk "GoodFellas" in der zentralen Rolle als Henry Hill - der Film erhielt sechs Oscar-Nominierungen, allerdings keine für Liotta.

Liottas Karriere ging mit mal mehr, mal weniger kommerziell wie kreativ erfolgreichen Filmen vornehmlich auf der Kinoleinwand weiter:  "Fatale Begierde",  "Flucht aus Absolom",  "Unforgettable",  "Turbulence",  "Operation Dumbo", "Cop Land",  "Corrinna, Corrina",  "Hannibal",  "Blow" und  "Narc" entstanden in einem Zeitraum von knapp über zehn Jahren.

Einen kleinen Popularitätsschub erhielt Liotta 2002 durch seine Beteiligung in einer Sprechrolle im Spiel "Grand Theft Auto: Vice City". In einer Gastrolle in  "Emergency Room" und der Folge "Todesstunde" holte er sich 2005 einen Gastdarsteller-Emmy ab: Die Episode zeichnet minutiös die letzten 45 Minuten im Leben des von Liotta gespielten Charlie Metcalf nach, wobei der sich im Delirium befindliche Patient Erinnerungen an sein verpfuschtes Leben hat.

Während Liottas Filmkarriere eingangs der 2000er auf Sparflamme köchelte, legte der Darsteller erste kultige Serienauftritte hin, unter anderem als er selbst in  "Just Shoot Me!" sowie in  "SpongeBob Schwammkopf",  "Hannah Montana" und  "NTSF:SD:SUV::". Eine erste Serienrolle in  "Smith" wurde bei CBS zum Reinfall, die Serie überlebte nur drei ausgestrahlte Episoden.

2015 fungierte Liotta als Erzähler in der Doku-Reihe  "Mafia - Die Paten von New York". Daneben ebnete die erfolgreiche historische Miniserie  "Texas Rising" um die Geschichte der Gründung des US-Bundesstaates Texas den Weg für weitere Fernseh- und Serienrollen. Die erste davon, "Shades of Blue", konnte bei NBC zwischen 2016 und 2018 für drei Staffeln überdauern. Sie brachte Liotte zudem weitere Gastauftritte etwa bei  "Die Simpsons" als Moes Vater, in  "Young Sheldon" und bei  "Modern Family".

Neben "The Many Saints of Newark" hatte Liotta zuletzt noch eine Rolle im Netflix-Film  "Marriage Story", der finalen Staffel von  "Hanna" und der Anfang des Jahres ausgestrahlten Apple-TV+-Serie  "Black Bird". Neben dem Film "Dangerous Waters", während dessen Produktion Liotta nun verstorben ist, hatte Liotta noch eine weitere Doku-Reihe zur Mafia in Vorbereitung, "Five Families", wo er auch als Produzent an Bord war.

Ray Liotta hinterlässt eine Tochter aus seiner 2004 geschiedenen ersten Ehe zur Produzentin Michelle Grace. Er war seit 2020 mit Jacy Nittolo verlobt, die mit ihm zu den Dreharbeiten in der Dominikanischen Republik gereist war.


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Leserkommentare

  • markox schrieb am 28.05.2022, 13.09 Uhr:
    Der ewige korrupte Bulle mit dem perfekten Gesicht für diese Rollen. Ich hab mir schon gedacht, dass er in wirklich vielen Filmen mitgespielt hat. Man hat ihn über einen langen Zeitraum als "Bad Cop" in einer ganzen Bandbreite an Filmen, sowohl billig Produktionen als auch Top Filmen gesehen. Aber wenn man sich mal die Filmografie auf Wikipedia anschaut ist das echt herausragend: in 19 Produktionen hat er allein 2011 und 2012 mitgewirkt. Wahnsinn. Ich hoffe er hatte zwischendurch auch noch genug Zeit sein Leben ein wenig zu genießen und nicht nur Pläne für das Alter dahingehend.
  • chris40 schrieb am 28.05.2022, 11.31 Uhr:
    bin geschockt!! Shades of Blue ist eine TOP Polizeiserie und sollte für jeden Liotta Fan ein Muss sein!!
  • 7even schrieb am 27.05.2022, 19.06 Uhr:
    Schade. Ich hab seine Darstellungen immer gemocht.
  • Rolfi schrieb via tvforen.de am 27.05.2022, 16.31 Uhr:
    Eine seiner besten Rollen als Bösewicht in "Gefährliche Freundin" 1986 (Something Wild):

    https://www.youtube.com/watch?v=9Xte-HIQOew
  • Chrissie777 schrieb via tvforen.de am 05.06.2022, 00.31 Uhr:
    Als ich ihn zum 1. Mal sah, dachte ich, er sieht dem jungen Tony Curtis sehr aehnlich.
    Ich mochte "Goodfellas" und "Unforgettable".
    R. I. P.
    Chrissie
  • Johnnn schrieb am 27.05.2022, 14.12 Uhr:
    Schade,echt sehr Schade.Ein ganz toller Schauspieler sein u.a.
    Flucht aus Absolom oder Identität schau ich heute noch rauf und runter.Er lieferte aber auch in kleineren Rollen immer brilliant ab.
    R.I.P.
  • Kristin schrieb am 27.05.2022, 06.10 Uhr:
    Viel zu Früh. R.I.P. !!! Schauspieler Fred Ward ist am 8 Mai auch mit 79 verstorben.
  • WesleyC schrieb via tvforen.de am 26.05.2022, 18.43 Uhr:
    https://www.focus.de/kultur/kino_tv/trauer-um-hollywood-legende-good-fellas-star-ray-liotta-ueberraschend-gestorben_id_105466330.html
    Die Meldung kam gerade rein.
    Ich bin ehrlich gesagt ein wenig geschockt. Viel zu früh. Ein toller Schauspieler.
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 26.05.2022, 18.44 Uhr:
    Ich habe es gerade auf Twitter gelesen und bin ebenso geschockt.
  • Wikki schrieb via tvforen.de am 26.05.2022, 19.42 Uhr:
    Als Kind war ich total begeistert von einem Film, in dem Ray Liotta einen Elefanten gerettet hat. Ich erinnere mich nicht mehr an den Titel, aber daran, dass wir ihn sogar auf Kassette aufgenommen haben, da die Vorschau schon so toll klang. Und natürlich erinnere ich mich auch sehr gerne an "Corrina Corrina".
    Mich schockierte diese Nachricht hier aber eben auch sehr.
    "Operation Dumbo" hieß der Film.
  • Deckard schrieb via tvforen.de am 26.05.2022, 20.01 Uhr:
    WTF?!
    Sehr schade um ihn.
    In "GoodFellas" hat er mich damals wirklich umgehauen.
    Allein die Stress-Szene gegen Ende des Films, wo er mit geröteten Augen und durchgeschwitzt zwischen Kokslines ziehen, Spaghettikochen, Kettenrauchen und Während-dem Autofahren-stets-nach-dem-Cop-Hubschrauber-Ausschau-Halten fast die Nerven verliert... einfach großes Kino.