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Deutscher TV-Jahresrückblick 2025: Gottschalk-Abschied, Raab-Sinkflug, "Klar"-Eklat und Wahl-TV XXL
von Glenn Riedmeier(27.12.2025)
Monotonie und wenige Perlen: Der Zustand der TV-Unterhaltung 2025

Ganz abgesehen von Stefan Raab sind in der deutschen Show-Landschaft innovative Ideen schon seit einigen Jahren Mangelware. Zu groß ist die Angst vor einem potenziellen Misserfolg. Daher gehen die Sender überwiegend auf Nummer sicher und zeigen vorwiegend lieber jahrzehntealte Unterhaltungsformate, auch wenn diese ihren Zenit größtenteils schon überschritten haben. Hinzu kommt die allgemeine Flaute auf dem Werbemarkt und der daraus resultierende Sparkurs. In Zeiten der fortschreitenden Fragmentierung des TV-Marktes und der kontinuierlichen Abwanderung der Zuschauer zu Streamingdiensten ist die Angst vor Flops bei den Sendern größer denn je. Wenn tatsächlich mal ein neues Format an den Start gebracht wird, handelt es sich deshalb in den meisten Fällen um ein kostengünstiges Produkt - allen voran: Quizshow.
"Das ganze Fernsehen ist ein Quiz"
Wer kann es den Sendern verdenken? Angesichts des anhaltenden Erfolgs insbesondere der ARD-Vorabendformate

In Sat.1 wird inzwischen das gesamte Jahr über der Donnerstagabend mit Quizformaten bespielt - mit unterschiedlichem Erfolg. Während sich
Wenig zu lachen: Miese Quoten für Comedyshows
Eine andere Entwicklung, die sich in diesem Jahr im Bereich Unterhaltung beobachten ließ, ist das Scheitern zahlreicher Formate, die die Zuschauer zum Lachen bringen wollten. Der Fokus in den medialen Schlagzeilen lag hier sehr auf Stefan Raab, doch in Wahrheit gingen zahlreiche weitere Comedyshows völlig unter - und das senderübergreifend. Während die reguläre Ausgabe von

Auch die diversen Comedy-Formate, die ProSieben dienstags im Anschluss an "TV total" zeigte, konnten kaum überzeugen. Weder der

Seit ein paar Jahren versucht auch der auf Reality-TV und Doku-Soaps spezialisierte Sender RTL Zwei, irgendwie wieder im Bereich Show-Unterhaltung Fuß zu fassen. Geklappt hat das jedoch auch in mehreren Anläufen nicht. In diesem Jahr ist dann sogar das einstige Flaggschiff
Während das deutsche Publikum also scheinbar immer weniger Lust auf reine Spaßformate hat, belohnt es dagegen die gesellschaftspolitischen Satireformate der Öffentlich-Rechtlichen mit starken Quoten, allen voran die
Live ist King

Zu den Show-Highlights des TV-Jahres gehörte hingegen
Auch eine andere ProSieben-Quizshow konnte durch den Live-Faktor überzeugen: Die Entertainer-Zwillinge Dennis und Benni Wolter, die mit ihrem

Doch die Show kommt wie "Hast du Töne?" auf Speed daher: Die Wolter-Zwillinge moderieren voller Selbstironie und verteilen Spitzen in alle Richtungen - auch gegen sich selbst und ihren Sender. Per "Second-Screen" wird zusätzlich auf Twitch und TikTok live gestreamt, wo User im Chat Songwünsche posten können. Die wilde TV-Show weckt Erinnerungen an das frühe VIVA und die anarchischen Anfänge von Joko & Klaas. Als Joker werden per Zufallsgenerator Live-Schalten in die Wohnzimmer von Zuschauern getätigt, die dann ihr Glück versuchen und ihren Tipp für den gesuchten Song abgeben. Das eigentliche Highlight ist allerdings die sogenannte "Strafkaraoke": Wer die wenigsten Songs erraten konnte, muss selbst singen - und wird von überraschenden Gesangspartnern begleitet: Von Olaf der Flipper über Lars Klingbeil bis hin zu Schnappi und Bernd das Brot. Als Gewinn winkt der wohl begehrteste Preis im deutschen Fernsehen: die goldene Ananas. Alles in allem ein Fiebertraum, aber ein sehr guter.
Als aufwendiges Show-Event strahlte Sat.1 außerdem an zwei Abenden in Folge eine Neuauflage von

Mitte November veranstalteten auch die ARD und der ORF ein besonderes TV-Live-Event: In
Mehr vom Immergleichen
Und sonst? Zum 15. Mal suchten Sat.1 und ProSieben inzwischen

Bei den Öffentlich-Rechtlichen sieht die Situation kaum besser aus. Echte Innovationen im Showangebot sucht man seit Jahren vergebens. In der ARD wechseln sich am Samstagabend weiterhin die von Kai Pflaume moderierten Shows
Viele Verantwortliche sind der Ansicht, dass die Zuschauer Gewohnheitstiere sind, die nur eine geringe Bereitschaft an den Tag legen, sich auf Neues einzulassen. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Daher gilt für die Sender vor allem die Devise: Lieber den alten Quark mit mittelmäßigen Quoten weiter fortführen, als etwas Neues mit ungewissem Ausgang zu wagen. Für Kreative ist die anhaltende Einfalls- und Mutlosigkeit der deutschen Fernsehsender natürlich ein äußerst unbefriedigender Zustand.
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Leserkommentare
Johannes Braun schrieb am 29.12.2025, 22.49 Uhr:
Ein großes Dankeschön auch von mir zu diesem äußerst umfangreichen, aber auch sehr gelungenen Jahresrückblick. Ich habe ihn mir auf mehrere Tage verteilt komplett durchgelesen und fand die besprochenen Themen wirklich interessant.User_929455 schrieb am 29.12.2025, 21.13 Uhr:
Danke Wunschliste.de für diesen umfangreichen Artikel!n_heiko schrieb am 28.12.2025, 17.03 Uhr:
Es sind immer die Kleinen die gefressen werden, die Manager, die Fehler beim Einkauf
, den Finanzen und diverse andere Dinge machen, die werden immer breiter in ihren Chefsesseln. Aber die Arbeiter, die setzen wir vor die Tür, dann können wir sparen, einfach lächerlich.n_heiko schrieb am 28.12.2025, 16.51 Uhr:
Also wenn ich die Aussagen dieser RTL Dame richtig interpretiere, geht es RTL mit Raab dann also nur um Aufmerksamkeit und dafür ballert man 90 Millionen raus na ja wer es braucht.
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